Wenn die Entscheidung für eine Testosteronbehandlung getroffen ist, wird der Arzt in regelmäßigen Abständen den Therapieverlauf kontrollieren. Der Arzt wird fragen, ob Sie das Präparat gut vertragen und ob sich Ihr allgemeines Wohlbefinden und ihre Leistungsfähigkeit gesteigert haben. Er wird mit Ihnen auch über Ihr Sexualleben sprechen. Haben sich Ihre Libido, die Qualität der Erektionen und die sexuelle Leistungsfähigkeit verbessert?
Bei einer allgemeinen körperlichen Untersuchung wird der Arzt auf die Muskulatur und Fettverteilung achten, da bei Testosteronbehandlung Muskelmasse aufgebaut wird und sich der Anteil an Körperfett verringert. Auch die Ausbildung der typisch männlichen Geschlechtsmerkmale (wie z.B. Bartwuchs, männliche Körper- und Schambehaarung) wird während der Testosteronbehandlung beobachtet.
Durch Blutuntersuchungen sollen die Testosteronwerte und das Blutbild überprüft werden.
Wenn es vor Therapiebeginn Hinweise auf eine Osteoporose gab, kann der Arzt eine Untersuchung der Knochendichte veranlassen. Diese Kontrolle macht aber erst Sinn nach einer Therapiedauer von mindestens 1 Jahr, da der Knochen längere Zeit braucht, um sich zu normalisieren.
Bei Männern über 45 sollte vor Beginn der Testosteronbehandlung die Prostata untersucht werden. Die Untersuchung der Prostata erfordert spezielle Fachkenntnis und wird vom Urologen vorgenommen. Dazu gehört das Abtasten der Prostata über den Enddarm und die Bestimmung der PSA-Werte im Blut. Gegebenenfalls wird eine transrektale Ultraschalluntersuchung (TRUS) durchgeführt.
Eine Testosteronbehandlung führt nicht zur Entstehung von Prostatakrebs. Da das Prostatakarzinom aber zu den Sexualhormon-abhängigen Tumoren gehört, könnte ein bereits bestehender Tumor zu weiterem Wachstum angeregt werden. Deshalb wird eine Testosteronbehandlung bei Prostatakrebs nicht durchgeführt.
Bei gutartigen Vergrößerungen der Prostata (benigne Prostatahyperplasie, BPH) wird der Arzt die Testosteronbehandlung besonders engmaschig kontrollieren.
Auch während der Testosteronbehandlung wird der Arzt die Prostata regelmäßig untersuchen. Empfohlen wird, im 1. Behandlungsjahr die Prostata mittels PSA-Wert im Blut und Abtasten vierteljährlich zu untersuchen. Danach sind diese Untersuchungen nur noch jährlich notwendig.
Ob mit oder ohne Hormonbehandlung: Vorsorgeuntersuchungen der Prostata sollten ab dem 45. Lebensjahr von jedem Mann regelmäßig wahrgenommen werden.