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Mangel an Testosteron

Bei einer Unterfunktion des Hodens kommt es zu Testosteronmangel. Mediziner sprechen von Hypogonadismus. Testosteronmangel kann beim Mann zu vielfältigen Beschwerden und ernsthaften Erkrankungen führen.

Testosteronmangel kann vielfältige Ursachen haben. Er kann angeboren sein oder aber erst im Laufe des Lebens entstehen (z.B. durch Krankheiten oder Unfälle). Die Symptome und Folgen eines Testosteronmangels hängen davon ab, ob das Hormondefizit bereits vor der Geburt, vor der Pubertät oder erst beim erwachsenen Mann auftritt.

Erst in den letzten Jahrzehnten hat man erkannt, dass es auch altersbedingt zu Testosteronmangel kommen kann. Etwa ein Viertel aller Männer in der zweiten Lebenshälfte ist von einem solchen Hormondefizit betroffen

Testosteronmangel beim erwachsenen Mann

Krankheits- und altersbedingt kann sich beim erwachsenen Mann ein Testosteronmangel entwickeln. Erste Anzeichen sind die Abnahme der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit sowie psychische Beschwerden (Depressionen, Ängste, Gereiztheit, Konzentrationsschwäche). Diese unspezifischen Störungen werden häufig nicht als Zeichen eines Hormonmangels erkannt, sondern beruflichem und privatem Stress zugeschrieben. Viele Männer äußern vegetative Beschwerden wie Schwitzen, Frösteln, Hitzewallungen, Schwindel und Herzrasen.

Bei Testosteronmangel treten Störungen des Sexuallebens auf. Das sexuelle Verlangen (Libido) nimmt ebenso ab wie die Erektionsfähigkeit. Jeder Mann hat gelegentlich Erektionsprobleme. Der Fragebogen hilft, die Erektionsstörungen richtig einzuschätzen. Besonders typisch für Testosteronmangel ist das Ausbleiben spontaner morgendlicher Erektionen.

Da auch die Spermienbildung von Testosteron gesteuert wird, ist bei Männern mit Testosteronmangel auch die Fruchtbarkeit (Fertilität) reduziert.

Der typisch männliche Behaarungstyp bildet sich zurück (reduzierter Bartwuchs, abnehmende Körperbehaarung). Die Haut wird trocken und faltig.

Testosteronmangel äußert sich auch in der Abnahme von Muskelmasse und führt so zu Muskelschwäche. Gleichzeitig nimmt der Fettanteil am Körper (vor allem im Bauchbereich) zu.

Unbehandelter Testosteronmangel führt zu Osteoporose (Knochenschwund). Dieses Risiko ist zusätzlich dadurch erhöht, dass sich durch den Testosteronmangel auch der Halteapparat des Skeletts (Muskulatur) zurückbildet. Es steigt die Gefahr, einen Knochenbruch zu erleiden, vor allem dann, wenn weitere Risikofaktoren für Osteoporose vorliegen.

Da die Blutbildung des Mannes ebenfalls von Testosteron beeinflusst wird, haben Männer mit Testosteronmangel häufig eine Anämie.

Nicht bei jedem Betroffenen treten alle Symptome gleichzeitig und in gleicher Deutlichkeit auf. Auch entwickeln sich die Beschwerden zumeist schleichend. Es fällt daher vielen Patienten schwer, Symptome und Beschwerden richtig und vollständig zu schildern. Deshalb wurde ein Fragebogen entwickelt, der Patienten hilft, die Beschwerden besser einzugrenzen und zu beschreiben.

Die durch einen Testosteronmangel verursachten vielfältigen Beschwerden fasst man unter dem Begriff „Testosteron-Mangel-Syndrom“ (TMS) zusammen.

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