Das Zusammenspiel der Hormone wird im Zwischenhirn (Hypothalamus) und in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) geregelt.
Der Hypothalamus schickt ein Freisetzungshormon an die Hypophyse. Die Hypophyse reagiert mit der Bildung des Hormons LH (luteinisierendes Hormon), das über die Blutbahn zum Hoden gelangt.
LH wiederum veranlasst in den Hoden die Produktion von Testosteron, das ins Blut abgegeben wird und so im Körper seine Wirkung entfalten kann.
Über die Blutbahn gelangt Testosteron auch zu Hypothalamus und Hypophyse. Dort wird die Höhe des Testosteronspiegels fortlaufend registriert. Ist genügend Testosteron gebildet, wird die Aktivität von Hypothalamus und Hypophyse gebremst.
Die Hypophyse gibt auch das Hormon FSH (Follikel-stimulierendes Hormon) ab, welches gemeinsam mit den Androgenen die Spermienbildung steuert.
Die Balance dieses Regelsystems von Hypothalamus, Hypophyse und Hoden wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst, z.B. Sinnesreizen wie Licht und Geruch, Emotionen, Stress, Umweltbedingungen, Lebensstil oder Krankheiten.