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Funktionen der Hormone

Es sind die Hormone, die den Mann erst zum Mann machen. Junge Männer, bei denen bereits während der Pubertät Androgene fehlen, fallen beispielsweise durch Hochwuchs, ausbleibenden Stimmbruch, fehlenden Bartwuchs und fehlende Körperbehaarung auf. Weitere Merkmale des Hormonmangels sind schlecht entwickelte Muskulatur, dünne Haut und schwache Knochen, weiblich anmutender Körperbau, Unterentwicklung von Penis und Hoden, ausbleibende Spermienbildung, sexuelles Desinteresse und fehlende Potenz. Erst wenn die Betroffenen mit Testosteron behandelt werden, entwickeln sie sich wie andere Männer ihres Alters.

Männer, die aus unterschiedlichen Gründen zu einem späteren Zeitpunkt einen Testosteronmangel entwickeln, weisen ähnliche Symptome auf. Zwar bleibt die einmal erworbene tiefe Stimme sowie die Penislänge erhalten, doch bilden sich Scham- und Körperbehaarung allmählich wieder zurück. Auch wird die Haut dünner und trockener, die Knochen werden poröser, die Muskulatur bildet sich zurück, der Anteil des Fettgewebes nimmt zu, die Hoden werden kleiner, Libido und Potenz gehen zurück und die Fortpflanzungsfähigkeit ist reduziert.

Auch die Blutbildung ist beim Mann androgengesteuert, so dass bei Männern mit einem Testosteronmangel die Produktion der roten Blutkörperchen verringert ist. Da die roten Blutkörperchen für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich sind, führt ihre Reduktion zu einem Sauerstoffmangel. Dieser äußert sich durch Müdigkeit, Leistungsschwäche und Antriebslosigkeit. Die Betroffenen sind darüber hinaus auffallend blass.

Auch das zentrale Nervensystem reagiert auf Androgene. Testosteron steigert die Lebensfreude. Ein Testosteron-Mangel-Syndrom (TMS) kann zu depressiven Verstimmungen und zu Angstzuständen führen. Androgene werden sogar für männliche Dominanz, Spontaneität oder gutes räumliches Orientierungsvermögen verantwortlich gemacht.

Die Lust auf Sex (Libido) ist ebenfalls androgenabhängig. Niedrige Hormonspiegel führen oft zu sexuellem Desinteresse.

Hormonabhängig ist auch die Erhaltung der Knochenstruktur. Testosteron- und Estradiolspiegel im Normbereich bewirken ein gesundes Verhältnis zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau. Sinken die Hormonspiegel, kommt es zu porösen Knochen und das Risiko für Knochenbrüche steigt.

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