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Hormonmangel beim Mann

Testosteron ist das wichtigste Sexualhormon des Mannes. Es wird zu 95% in den Hoden und zu 5% in den Nebennieren gebildet. Ab dem 40. Lebensjahr nehmen die Testosteronwerte allmählich ab. Testosteron steuert beim Mann nicht nur Sexualfunktionen, sondern auch eine Vielzahl von körperlichen und seelischen Vorgängen. Das erklärt, warum ein Testosteronmangel ganz unterschiedliche Beschwerden hervorrufen kann, beispielsweise:

  • Abnahme der Muskelmasse und Muskelkraft, Zunahme an Fettgewebe, vor allem im Bauchbereich.
  • Blutarmut (Anämie) mit Leistungsschwäche und chronischer Müdigkeit.
  • Abnahme der Knochendichte, Osteoporose.
  • Gelenk- und Rückenbeschwerden, Muskelschmerzen.
  • Trockene Haut, Abnahme der Bart-, Achsel- und Körperbehaarung.
  • Schwitzen, Hitzewallungen, Frösteln, Herzrasen.
  • Gereiztheit, Ängste, Depressionen, Konzentrationsschwäche.
  • Störungen des Sexuallebens: Das sexuelle Verlangen und die Erektionsfähigkeit nehmen ab. Spontane morgendliche Erektionen werden seltener.

Nicht bei jedem Betroffenen treten alle Symptome gleichzeitig auf. Da sich die Beschwerden langsam entwickeln, fällt es vielen Männern schwer, die Symptome richtig und vollständig zu schildern. Deswegen wurde ein Fragebogen entwickelt, der betroffenen Männern hilft, ihre Beschwerden besser einzugrenzen und zu beschreiben

Mit zunehmendem Alter geraten zwar immer mehr Männer in einen Zustand des Testosteronmangels, doch gibt es große individuelle Unterschiede. Einerseits weisen manche hochbetagte Männer noch Testosteronspiegel im Normbereich auf. Andererseits können bereits junge Männer Zeichen eines Testosteronmangels zeigen. Ob Beschwerden durch ein Hormondefizit bedingt sind, kann durch medizinische Tests abgeklärt werden. Sollte sich ein Testosteronmangel bestätigen, gibt es heute effektive Behandlungsmöglichkeiten.

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